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Deutsche Dörfer und Städte in ihrem schönsten Winterkleid

Deutsche Dörfer und Städte in ihrem schönsten Winterkleid
Februar 03
15:32 2016

Nicht nur im Sommer lohnt es sich, eine Reise zu unternehmen, um die Schönheit der deutschen Landschaften, aber auch der großen und kleinen Städte kennenzulernen. Orte wie Oberammergau oder Rothenburg ob der Tauber sind weltweit bekannt und ziehen das ganze Jahr Besucher an. Viele Dörfer und Städtchen jedoch, die ihre ganz spezielle Schönheit haben, sind weniger bekannt, und ein Besuch, um sie kennenzulernen, lohnt sich auch in der kühleren Jahreszeit.

Denkt man an Deutschland im Winter, entsteht zuerst das Bild einer verschneiten Landschaft mit kleinen, verzauberten Städtchen und Dörfern. Aber auch Gegenden, in denen es nicht immer schneit, haben ihren eigenen Wintercharakter. Oft findet man im Advent kleine Weihnachtsmärkte und die Ausstellung von traditionellen Krippen.

Bayrischzell

Auf dem Weg von Süden nach Norden auf der Suche nach dem Winter in deutschen Städten bleibt man als erstes in Bayrischzell hängen. Das Dorf mit seinen rund 1.500 Einwohnern liegt am Fuß des Wendelstein im Mangfallgebirge und ist im Winter ein guter Ausgangspunkt, um im größten bayrischen Skilanglaufgebiet, dem Sudelfeld, seiner sportlichen Passion nachzugehen.

Bayrischzell ist ein typisch bayrisches Dorf mit den Bauernhäusern mit Fassadenmalereien, die für diese Gegend kennzeichnend sind, wie das Haus beim Peter oder das Haus Thier. Entzückend sind auch mehrere kleine Kapellen, wie sie in katholischen Gegenden, aber vor allem in Bayern, häufig zu finden sind, wie die Rosenkranzkapelle. Im Winter liegt in der Gegend fast immer Schnee, was dem Dorf einen romantischen, verzuckerten Anblick verschafft.

Schwangau

Die Schönheit der süddeutschen Landschaft im Winter lässt uns noch einen Moment hier verweilen. Der Ort Schwangau liegt im Allgäu, im Süden Bayerns an der Romantischen Straße. Auch hier kann man im Winter viele Sportarten rund ums Skilaufen ausüben.

Die Schwangauer Rundloipe, die durch die verschiedenen Ortsteile von Schwangau führt, ist mittlerweile weithin bekannt. Wenn der Alpsee oder der Schwansee zugefroren sind, kann man hier auch Schlittschuh laufen. Atemberaubend ist von Schwangau aus der Ausblick auf die berühmten Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, die im Winter in eine weiße, stille Landschaft eingebettet sind. Viele kleine Kapellen, aber auch das Museum der bayrischen Könige warten auf Besucher.

Neuschwanstein im Winter

Meersburg

Auch im Süden, aber auf der entgegengesetzten, westlichen Seite, nämlich am Bodensee, liegt Meersburg. Das kleine Städtchen mit seinen 5.500 Einwohnern ist auch im Winter auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch wenn das Klima rund um den See milder ist und manchmal kein Schnee liegt, schafft doch jedes Jahr gegen Ende November der berühmte Meersburger Weihnachtsmarkt eine stimmungsvolle Atmosphäre für Groß und Klein mit Glühwein, viel Kunsthandwerk und dem Besuch des Nikolaus.

Die Burg, die der Stadt ihren Namen gegeben hat und in der schon Annette von Droste-Hülshoff einen Teil ihrer Werke geschrieben hat, lädt zu einem geruhsamen Winterbesuch fern der Touristenströme ein. Man kann ermessen, wie das Leben in einer ungeheizten Burg im Winter sich angefühlt hat.

meersburg

Schwarzenberg/Erzgebirge

Es gibt nicht nur die Alpen, die einen zauberhaften Aufenthalt mit Schnee im Winter versprechen. Auch das Erzgebirge, an der Grenze zwischen dem Freistaat Sachsen und Tschechien gelegen, lässt vor allem in der Weihnachtszeit die Herzen höher schlagen. Inmitten dieser Gegend liegt die kleine Stadt Schwarzenberg mit rund 17.000 Einwohnern. Die Stadt liegt in einem wildromantischen Kessel, der von steilen Felsen umgeben ist. Auf einer Höhe von 500 Metern liegend, ist die Stadt im Winter meistens von Schnee bedeckt.

Sehr sehenswert sind das Schloss und das ehemalige Rathaus in der historischen Altstadt. Erwähnt sein muss aber vor allem, dass Schwarzenberg und die ganze Gegend auch wegen der zum großen Teil noch handgemachten Weihnachts- und Krippenfiguren weltbekannt ist. Diese Figuren kommen aus der Tradition der Bergmänner, die hier im 19. Jahrhundert in den Erzbergwerken arbeiteten und diese Figuren in ihrer Freizeit schnitzten. Heute werden sie weltweit vermarktet und wer sie erwerben möchte, kann zum Beispiel auf dem zweimal in der Vorweihnachtszeit stattfindenden Weihnachtsmarkt in Schwarzenberg seine Lieblingsfiguren finden.

Schwarzenberg

Melsungen

Auch weiter im Norden zeigen sich die deutschen Lande in ihrem schönsten Winterschmuck. Melsungen, die hessische Kleinstadt mit ihren gut 13.000 Einwohnern hat einen sehenswerten, mittelalterlichen Altstadtkern, der aus typisch nordhessischen Fachwerkhäusern besteht. Den Besucher erwartet im ganzen Ortszentrum eine geschlossene Fachwerkansicht.

Rund um das ebenfalls im Fachwerkstil erbaute Rathaus findet im Advent von Anfang Dezember bis Weihnachten ein großer Weihnachtsmarkt mit vielen Häuschen statt, wo sich die Besucher an den lokalen Kunsthandwerksprodukten und Häppchen aus der regionalen Küche erfreuen können. Aufgrund der Lage im mittleren Bergland ist im Winter oft mit Schnee zu rechnen und ein Besuch von Melsungen im Winter gibt die Möglichkeit, durch diese zauberhafte Winterlandschaft zu wandern.

Melsungen

Weimar

Eines der Zentren der deutschen Kultur ist eine mittelgroße Stadt im Herzen des Landes. Weimar mit seinen etwas mehr als 60.000 Einwohnern ist die Heimatstadt von Goethe und Schiller, den Urgesteinen der deutschen Literatur. Hier sind nicht nur die Häuser dieser beiden großen Dichter zu besichtigen, sondern Weimar war auch die Heimat von Wieland und Herder, allesamt Mitglieder der so genannten Weimarer Klassik.

Obendrein war hier eines der Zentren des Bauhauses, dessen Kreationen in einem Museum zu besichtigen sind. Im Weimarer Deutschen Nationaltheater wurde 1919 die „Weimarer Republik“ gegründet. Alle diese Stätten sind im Winter stiller und freier und somit einen Besuch wert, gibt es doch für Wintergäste extra Arrangements und Besucherkarten. Nicht zuletzt lockt auch der Weimarer Weihnachtsmarkt, der den ganzen Dezember über die ganze Innenstadt durchzieht.

Weimar in Thüringen an einem Wintermorgen

Helgoland

Letzte Station auf unserer Winterreise durch Deutschland ist eine Insel. Die Reise endet auf Helgoland, der einzigen deutschen Hochseeinsel, die im Winter zwar nicht unbedingt Schnee, aber viele andere Dinge zu bieten hat, die einem Aufenthalt zu dieser Jahreszeit seinen besonderen Charme verleihen.

Für Freunde von Wind und Meer sind Wanderungen im rauen Winterwetter am Strand entlang ein großes Vergnügen. Danach ein Grog in einem der gemütlichen Gasthäuser der Insel, was könnte schöner sein. Auch eine andere Attraktion verdient extra die Reise nach Helgoland im Winter: die Geburt der Kegelrobben-Babys. Diese Bewohner der Insel bevölkern die Insel erst seit zwanzig Jahren wieder, aber es sind schon um die hundert kleine, weiße Fellknäuel, die hier jedes Jahr im Winter auf der großen Düne zu sehen und zu beobachten sind.

Helgoland

Foto:   Patrick Nouhaller / DanielAD / Allie_Caulfield / Benni

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