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Hoch im Norden

Island – Noch allein in Reykjavik

Island – Noch allein in Reykjavik
September 13
13:21 2016

Spätestens seit der Euro 2016 ist in Island kein Hotelzimmer mehr frei. Das Land ist seit dem Sportereignis in den Blickpunkt von Touristen aus ganz Europa gerückt. Ich kann mich daher glücklich schätzen, dass ich schon vor der EM in Reykjavik war und dort quasi fast alleine unter „Wilden“.

Allgemeines zu Reykjavik

Etwa 2/3 der gesamten Bevölkerung des Landes lebt in und um Reykjavik, der Hauptstadt und dem Motor Islands. Früher eine Fischerstadt haben sich heute viele kleinere High-Tech Unternehmen niedergelassen, welche zwar weniger bekannte Namen haben, aber hochspezialisiert sind und daher als Zulieferer für große Firmen fungieren.

Der internationale Flughafen befindet sich in der Nachbarstadt Keflavik. Diese befindet sich etwa 50 Kilometer südwestlich. Reykjavik selbst besitzt in der Innenstadt einen Flughafen der für Inlands- und Charterflüge verwendet wird.

Die Hotels und Pensionen der Stadt starten bei etwa 50 Euro pro Nacht in der günstigsten Preisklasse. Wer etwas mehr Luxus wünscht kann sich zum Beispiel im Hotel Borg einquartieren und sich im In-Haus Spa nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen.

Hafen von Reykjavik, Island

Was gibt es in und um Reykjavik zu sehen?

In der Stadt selbst gibt es einige sehr interessante Museen und Kirchen zu besichtigen. Auch kulturell ist in den Theatern und Kleinkunstbühnen der Stadt einiges geboten. Hier steht man aber meistens vor einer Sprachbarriere. Während man in der Regel mit Englisch sehr gut zurecht kommt, sind die meisten Theateraufführungen vor allem auf den kleinen Bühnen in der Landessprache.

Die wahre Schönheit der Region und des ganzen Landes beginnt vor den Stadttoren. Die harsche Natur der Umgebung zog mich in den Bann. Die Schönheit, aber auch die Härte strahlen eine einzigartige Faszination aus, welche sich nicht mit Worten beschreiben lässt. Natürlich bin ich zu verschiedenen Geysiren und Wasserfällen in der Umgebung gefahren. Die Walbeobachtungen vor der Küste ist ebenso Pflichtprogramm.

Tauchen zwischen den Kontinenten

Der Hauptgrund für meinen Islandtrip war jedoch ein anderer. Ich wollte unbedingt in der Silfra Spalte tauchen. Diese befindet sich etwa 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt im Thingvellir Nationalpark. Ich habe über 3000 Tauchgänge hinter mir und bin rund um den Erdball getaucht. Um mich zu beeindrucken muss es etwas Besonderes zu sehen geben. Das faszinierende ist, dass man in der Silfra Spalte eigentlich nichts weiter sieht als zwei Felswände links und rechts. Das liegt daran, dass das Wasser das klarste ist in dem ich jemals getaucht bin. Die Sichtweiten sind jenseits der 100 Meter und eigentlich schwebt man im Nichts zwischen den Felswänden. Was den besonderen Kick ausmacht ist, dass die beiden Felswände zu unterschiedlichen Kontinenten gehören. In der Silfra Spalte treffen die europäische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander. Auch wer kein Taucher ist kann diese einmalige Spalte erkunden. Bei dieser Sicht kann man auch als Schnorchler zwischen Amerika und Europa in die Tiefe schauen. Nur kälteempfindlich sollte man nicht sein, das Wasser hat nur 4 Grad.

Tauchen in der Silfra Spalte nahe Reykjavik, Island

Nightlife in Reykjavik

Dass die Isländer feiern können ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. In Reykjavik sucht man nach coolen Clubs vielleicht vergeblich. Der B5 ist der Ort, an dem sich alle treffen, die sich für wichtig, reich und schön halten. Da das nicht mein Ding ist, bin ich mit den „normalen“ Isländern um die Häuser gezogen. Was wie ein normales Restaurant aussieht, verwandelt sich nach 10 Uhr abends in eine Partylocation mit Live-Band. Mein Tipp für den Freitag- oder Samstagabend ist Reykjavik Bar Tour. Diese kann man im Internet buchen und sie führt durch die angesagten Pubs der Hautstadt. Im Preis sind Snacks, Alkohol und viel Spaß inbegriffen. Man sollte sich nur nicht unbedingt auf die Trinkspiele mit den Isländern einlassen., wenigstens nicht, wenn man sich am nächsten Tag an etwas erinnern will.

 

Über den Autor

Rhoody Brust

Rhoody Brust

Rhoody kommt aus der fränkischen Bierstadt Bamberg. Als gelernter Sound Engineer tourte er schon im Alter von 20 Jahren mit mehr oder weniger namhaften Acts quer durch Europa, Südamerika und Japan. Fremde Orte, Länder und Kulturen faszinierten ihn so sehr, dass er mit 32 seinen Job an den Nagel hängte, um in Südostasien eine Karriere als Tauchlehrer und Resort Manager zu starten. Seit nunmehr 13 Jahren lebt und arbeitet Rhoody in dieser Region. Einige seiner Erlebnisse teilt er auf seinem englischsprachigen, nicht immer 100% politisch korrekten Blog. Einige seiner journalistischen Arbeiten sind in deutschen Tauchmagazinen zu finden. Wenn dann noch etwas Zeit bleibt, versucht er sich als Hobby Webmaster, um seinen Lesern die wunderbare Unterwasserwelt der Philippinen näher zu bringen.

1 Kommentar

  1. reisenlesenleben
    reisenlesenleben Januar 16, 11:39

    Sehr schöner Bericht über Reykjavik – eines meiner schönsten bisherigen Reiseziele!

    Reply to this comment

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