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Roadtrip

Roadtrip durch die USA – Teil 1: San Francisco

Roadtrip durch die USA – Teil 1: San Francisco
November 06
15:18 2014
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„Willkommen in der herrlichen Bay Area”, tönte die Stimme des Kapitäns durch die Lautsprecher, als unser Flugzeug zur Landung auf dem San Francisco International Airport ansetzte. Martha hatte nicht nur auf diesen Moment gewartet seit wir ein Jahr zuvor unseren 3-wöchigen US Roadtrip gebucht hatten, sondern schon solange sie denken konnte. Freudentränen kullerten über ihre Wangen, als sie voller Aufregung aus dem Fenster schaute.

Willkommen in der Bay Area

Dank des „Super Shuttle“ Taxi Dienstes, der so ziemlich auf allen Flughäfen der USA anzutreffen ist und günstig online gebucht werden kann, erreichten wir bereits eine Stunde nach der Landung unser Zuhause für die nächsten vier Nächte: ein niedliches Häuschen in der Balboa Street, einer ruhigen Wohngegend, fünf Minuten zu Fuß vom Golden Gate Park entfernt. Es war 20.00 Uhr, was für unsere müden Glieder 4.00 Uhr morgens bedeutete, da unsere Reise in Dublin begonnen hatte. Die Aufregung hielt jedoch unseren Jetlag in Zaum und so machten wir uns nach der Erkundung unseres Domizils erst einmal zu Fuß auf den Weg zum örtlichen „Safeway“ Supermarkt, um uns Abendessen und Frühstück zu besorgen.

Unser schönes Domizil.

Unser schönes Domizil.

Nach einer kurzen Nacht begannen wir bereits am nächsten Morgen um 7.00 Uhr unseren nebligen Morgenspaziergang zur Golden Gate Bridge. Unsere Strecke durch den Presidio Park hätte eigentlich in einer Stunde bewältigt sein sollen, jedoch schickte uns eine Einheimische über einen Umweg nicht zur Brücke direkt, sondern zum Aussichtspunkt. Wie sich herausstellen sollte, sahen wir von dort aus jedoch nicht das Golden Gate, sondern nur dicken Nebel.

Unseren ersten Blick auf die Golden Gate Bridge hatten wir uns anders vorgestellt.

Unseren ersten Blick auf die Golden Gate Bridge hatten wir uns anders vorgestellt.

Wir nahmen es mit Humor, denn direkt an der Brücke würden wir unter Garantie mehr sehen – Fehlanzeige. Als wir es dann endlich zum 2,7 km langen Wahrzeichen der Stadt schafften, schien dieses sich nach den ersten paar Metern in Luft aufzulösen.

Die Brücke schien ins Nichts zu führen.

Die Brücke schien ins Nichts zu führen.

Wir entschieden uns, mit dem Bus ins Zentrum zu fahren, um unsere vom Jetlag geplagten Mägen zu besänftigen. Gut zu wissen ist es, dass man in San Franciscos Bussen kein Wechselgeld gibt und man darauf achten sollte, immer die passende Summe für das Ticket dabei zu haben. Wir wissen das jetzt auch :-)

Ein zorniger chinesischer Busfahrer setzte uns also in der Nähe des Fisherman´s Wharf ab, wo uns ironischerweise strahlend blauer Himmel und hohe Temperaturen erwarteten, während die Golden Gate Bridge in Sichtweite in einem grauen Bett aus dicken Wolken verschwand. Nach ein paar Tagen in der Stadt wurde uns bewusst, dass dies für September nicht ungewöhnlich war. Nachdem wir uns an einem wohlverdienten American Breakfast gestärkt hatten, erkundeten wir den beliebten Pier 39 mit seinen charmanten Seelöwen sowie zahlreichen Restaurants und Läden, die all die Dinge verkaufen, von denen man bisher nicht wusste, dass man sie braucht.

Die kurvigste Straße der Welt, Lombard Street, war unser nächstes Ziel. Der anstrengende, steile Fußmarsch zum berühmten obersten Abschnitt der Straße lohnt sich, denn die Aussicht über die Bucht, Oakland Bay Bridge und Russian Hill ist unvergleichlich.

Der unvergessliche Blick vom Gipfel der berühmten Straße.

Der unvergessliche Blick vom Gipfel der berühmten Straße.

Im Laufe der Zeit war San Francisco der Schauplatz zahlreicher Filme und Serien. Fans von Mrs Doubtfire können das bildschöne zu Hause der Familie Hillard in 2640 Steiner Street finden. Für Martha war es die Sitcom Full House, die zum Teil für ihre Liebe zur Stadt verantwortlich ist und so machten wir Alamo Square zum nächsten Ziel unserer Erkundungstour. Alamo Square war der Schauplatz des Tanner Picknicks im Vorspann der Serie und hier findet man auch die „Painted Ladies“, die farbenfrohen viktorianischen Häuser, die mit Downtown im Hintergrund auf fast allen Postkarten zu finden sind. Eines der Häuser wurde kürzlich für $ 3,1 Mio. verkauft – fast $1 Mio. weniger, als der Verkäufer verlangt hatte, aber vielleicht möchte nicht jeder ständig Touristen vor seinem Fenster stehen haben. Ein Besuch des Zuhauses der Tanners in 1709 Broderick Street durfte natürlich nicht fehlen, um diesen perfekten Tag komplett zu machen.

Ein erfüllter Traum lässt Martha strahlen.

Ein erfüllter Traum lässt Martha strahlen.

Den nächsten Morgen verbrachten wir damit, die Golden Gate Bridge zum wiederholten Male nicht zu sehen (dieser Nebel!) und den Golden Gate Park mit seinem beeindruckenden Japanese Tea Garden (freier Eintritt Mo, Mi und Fr vor 10.00 Uhr) zu besuchen.

Unser nächstes Ziel war Haight Ashbury, das Zentrum der Hippy Kultur der 60er und nach wie vor das Zuhause vieler einzigartiger Läden und interessanter Menschen.

Das „Blue Front Cafe“ servierte uns ein unvergessliches Frühstück und den Rest des Tages verbrachten wir in Chinatown und am Ghirardelli Square (dem Herkunftsort des bekannten Amerikanischen Schokoladenfabrikenten), bevor wir uns zu Fuß, an der beeindruckenden Oakland Bay Bridge vorbei, auf dem Weg zum AT&T Park machten, um die San Francisco Giants bei ihrem Spiel gegen die Colorado Rockies anzufeuern.

Ein Baseballspiel kann zwischen 1,5 Stunden und 1,5 Tagen dauern, man sollte also gut vorbereitet erscheinen! Martha zumindest hat das Ende nicht mehr ganz verfolgt, der Jetlag war dann doch zu mächtig.

Das Baseball Spiel war ein unvergessliches Erlebnis, obwohl es so lang war, dass Martha schließlich vom Jetlag überwältigt wurde.

Das Baseball Spiel war ein unvergessliches Erlebnis, obwohl es so lang war, dass Martha schließlich vom Jetlag überwältigt wurde.

Unser letzer Tag begann voller Aufregung, da wir mit Hilfe einer Webcam herausgefunden hatten, dass die Golden Gate Bridge heute einmal nicht verschleiert war. In Rekordgeschwindigkeit waren wir angezogen und gekämmt, um die Schönheit des Stadtwahrzeichens auf hunderten von Fotos festzuhalten. Danach überquerten wir die Brücke zu Fuß – ein einzigartiges Erlebnis, aber man sollte auf dem 5km langen Hin- und Rückweg mit viel Verkehrslärm, Wind und wagemutigen Fahrradfahrern rechnen.

sanfran10

Endlich – die schüchterne Schönheit in voller Pracht.

Nach diesem straffen Spaziergang hatten wir uns eine Stärkung verdient und gönnten uns ein Sandwich vom „Warming Hut“, dem Besucherzentrum unterhalb der Brücke, von dem man eine Panoramasicht des Stadtwahrzeichens, der Bucht und der Skyline genießen kann. Offensichtlich sind wir Menschen nicht die einzigen, denen die Aussicht hier gefällt, denn Martha teilte ihr Sandwich unfreiwillig mit einer besonders tollkühnen Möwe, die es ihr direkt aus der Hand zu stibitzen versuchte.

Wir ließen unsere Zeit in San Fran mit einem romantischen Abendessen in einem kleinen Restaurant weit weg vom Touristenrummel ausklingen und schmiedeten Pläne für unser nächstes Reiseziel: Morgen sollte es mit dem Flugzeug nach Phoenix, Arizona gehen (um zwei Tage Reisezeit mit dem Auto einzusparen), wo wir unser Mietauto abholen und unseren Roadtrip über Sedona, den Grand Canyon, Monument Valley, Telluride (Colorado), Lake Powell, Zion National Park, Las Vegas und Palm Springs beginnen würden. Aber mehr dazu im nächsten Teil der Serie…

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Über den Autor

Nigel & Martha Kane

Nigel & Martha Kane

Martha und Nigel sind ein internationales Paar, leben im schönen Nordirland und lieben das Reisen! Nigel ist waschechter Nordire und Martha ist Deutsche. Als Martha einen Sommer lang in Schweden arbeitete, lernte sie Nigel zunächst per E-Mail als Kunden kennen. Nach 1,5 Jahren des E-Mail-Schreibens besuchte er sie zum ersten Mal in Leipzig. Weitere Treffen in London, Deutschland, Nordirland und Prag folgten, bevor Martha sich 2010 in Helens Bay, Nordirland niederließ. Seitdem haben sie viel zusammen gesehen. Nigel ist ein richtiger Reise-Experte und findet immer die besten Schnäppchen an den schönsten Orten. Gemeinsam waren sie in Schweden, Portugal, Spanien, Dänemark, Norwegen und weiten Teilen der USA. Im Mai 2015 heirateten die beiden am Strand von Coronado Island in Kalifornien.

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