Bravofly.de Reiseblog

DER BRAVOFLY.DE REISE BLOG
Home > Welt > Asien > China > Shanghai – Keiner versteht mich

China

Shanghai – Keiner versteht mich

Shanghai – Keiner versteht mich
November 25
11:54 2016

Nach einem fantastischen Nachmittag und Abend am „The Bund“ in Shanghai waren die nächsten drei Tage komplett mit der Touristenmesse verplant. Shanghai hat den Ruf die „westlichste“ Stadt Chinas zu sein, wenn man von der Sonderstellung Hongkongs mal absieht. Was jedoch nicht wirklich ins Gesamtbild passt ist, dass fast keiner verständliches Englisch spricht. Dabei hatten die Engländer noch vor hundert Jahren einen der wichtigsten Handelsplätze im fernen Osten hier. Auf der anderen Seite machte es diese Tatsache sehr interessant. Und nachdem ich den Besuchern an unserem Stand mit Händen, Füßen und Internet verständlich machte, dass ich ein auf den Philippinen lebender Deutscher bin, war das Eis gebrochen. Manchmal war es schon offensichtlich, dass Amerikaner hier nicht so respektiert werden. Die Chinesen schaffen es auf eine spezielle Art ihre Ablehnung zu zeigen ohne dabei zu negativ zu wirken.

Der erste Abend war vom Veranstalter mit einem Dinner verplant. Dieses fand im Drehrestaurant vom Oriental Pearl Tower auf 267 Metern Höhe statt. Ich habe keine Ahnung was eine Mahlzeit dort normalerweise kostet, aber ich kann jedem der nach Shanghai kommt nur empfehlen zu Sonnenuntergang dort einen Tisch zu reservieren.

Shanghai in China bei Nacht mit beleuchteten Wolkenkratzern

Sightseeing in Shanghai

Leider hatte ich nicht genügend Zeit mir mehr von der faszinierenden Stadt anzusehen. Ich konnte mich aber am zweiten Messetag nach dem Mittagessen davonschleichen und besuchte zuerst das Shanghai Museum. Hier dreht sich eigentlich alles um Porzellan, Keramik und Malerei. Ich bin mir sicher, dass es Millionen Menschen gibt, die das interessiert, ich muss aber gestehen, dass ich nach zwei der Galerien eigentlich genug gesehen hatte. Es sieht alles toll aus und stellt das Meißner Porzellan komplett in den Schatten, aber ich bin da eher ein Kunstbanause. Und ein leerer Teller ohne Essen drauf bringt mich nur bedingt in Entzückung.  Auch ist mir eine Plastiktasse chinesischer Grüner Tee auch lieber als eine leere hochwertige Porzellantasse mit ein paar Strichen drauf.

Was mich hingegen komplett faszinierte war die Vorführung zu den Töpfertechniken. Natürlich wurde ich als einziger Westler im Publikum zur Hilfestellung herangezogen. Nach 2 Minuten hatte ich mehr Ton im Gesicht und auf den Klamotten als zur Herstellung der Vase benötigt wurde. Aber ich lachte mit den Asiaten und zum Schluss wollte jeder mit mir ein Bild machen.

Nach dem Museum ging ich dann noch zur Long-Hua-Pagode und dem dazugehörigen Kloster. Ansonsten ist im Zentrum Shanghais wirklich nicht viel Historisches zu entdecken. Anders als in den meisten chinesischen Städten fehlen auch die Parks. Der einzige vielleicht erwähnenswerte ist der Century Park und mit etwas Abstand der Zu-Garten.

shanghai4

Gebannt von der Faszination Chinas

Am nächsten Tag war noch einmal Messe angesagt und danach die Abschlussveranstaltung, vor der ich mich nicht drücken konnte. Irgendwie hatte mich die Faszination Chinas voll erwischt und da ich noch ein paar Tage Zeit hatte, beschloss ich nicht am nächsten Tag mit meiner Delegation nach Manila zu fliegen, sondern mich auf eigene Faust in den Süden durchzuschlagen und auf dem Weg noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit zu besichtigen.

Ich folgte meinem Gefühl und den Prospekten, die ich auf der Messe gesammelt hatte und entschloss mich von Shanghai mit dem Zug nach Hangzhou zu reisen. Die Stadt wurde überall als die traditionellste Stadt an der industrialisierten Ostküste Chinas angepriesen. Da mir mittlerweile sämtliche Verständigungsprobleme relativ egal waren, hörte sich das für mich nach einem tollen Plan an und so machte ich mich am nächsten Tag frühmorgens auf den Weg nach Hangzhou.

shanghai2-title

Über den Autor

Rhoody Brust

Rhoody Brust

Rhoody kommt aus der fränkischen Bierstadt Bamberg. Als gelernter Sound Engineer tourte er schon im Alter von 20 Jahren mit mehr oder weniger namhaften Acts quer durch Europa, Südamerika und Japan. Fremde Orte, Länder und Kulturen faszinierten ihn so sehr, dass er mit 32 seinen Job an den Nagel hängte, um in Südostasien eine Karriere als Tauchlehrer und Resort Manager zu starten. Seit nunmehr 13 Jahren lebt und arbeitet Rhoody in dieser Region. Einige seiner Erlebnisse teilt er auf seinem englischsprachigen, nicht immer 100% politisch korrekten Blog. Einige seiner journalistischen Arbeiten sind in deutschen Tauchmagazinen zu finden. Wenn dann noch etwas Zeit bleibt, versucht er sich als Hobby Webmaster, um seinen Lesern die wunderbare Unterwasserwelt der Philippinen näher zu bringen.

0 Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden!

Es gibt noch keine Kommentare, möchten Sie einen hinzufügen?

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Folge uns auf

Die Bravofly Infografiken
Reisetipps von Bravofly
Preisewert Reisen in Europa

Facebook

Twitter

Instagram

Bravofly Instagram

Kategorien