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Philippinen

Stopp-Over Manila

Stopp-Over Manila
Dezember 22
17:53 2016

Nach einem kurzen China Trip landete ich auf dem Ninoy Aquino International Airport in Manila, ein Flughafen der seit vielen Jahren ein ernst zu nehmender Mitstreiter und mehrmaliger Titelträger im Kampf um den Titel „Schlechtester Flughafen der Welt“ ist. Wobei ganz klar gesagt werden muss, dass Ankommen bequemer ist als Abreisen, denn das ist wirklich ein Albtraum in den meisten Fällen. Wer in Manila ankommt und keinen Weiterflug zu einem der Touristenorte oder eine Übernachtung in der Stadt hat, sollte sich am einfachsten im Vorfeld über das Hotel einen Flughafentransfer sichern. Die Taxis am Flughafen sind meiner Meinung nach nichts anderes als organisiertes Verbrechen und Abzocke. Es gibt zwar eine Reihe mit offiziellen Taxen, welche auch den Gebührenzähler verwenden, hier wartet man aber oftmals 1-2 Stunden.

Eigentlich hätte ich nur das Terminal wechseln müssen um nach Dumaguete weiterzufliegen, aufgrund eines Sturmes sind jedoch alle Inlandsflüge gestrichen und ich „darf“ in Manila bleiben. Ein Hotel im Stadtteil Ermita war schnell gefunden, jetzt ging es nur noch darum sich den Tag zu vertreiben. Nun, Manila ist nicht Paris oder Berlin, aber für einen oder zwei Tage Sightseeing ist die Stadt gut genug.

Sightseeing in Manila

Sightseeing in Manila

Wer wie ich nur einen Tag Zeit bis zur Weiterreise hat, kann sich eigentlich den ganzen Tag rund um den Stadtteil Ermita prächtig unterhalten. Alleinreisende Herren mögen das auch nach Einbruch der Dunkelheit in Erwägung ziehen, denn in diesem Stadtteil gibt es einige Bars und Discos.

Mein erster Gang war Richtung Intramuros, denn hier befinden sich eigentlich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als erstes stattete ich der Manila Cathedral einen Besuch ab. Der prächtige Bau wurde 2014 renoviert und erstrahlt in neuem Gewand. Die Glocken wurden aus dem Glockenturm entfernt und ebenerdig wieder aufgehängt. Die 7 Glocken wiegen zusammen über 15 Tonnen und stammen aus der Heidelberger Schmiede von Friedrich Willhelm Schilling.

Danach wanderte ich den alten Stadtmauern von Intramuros entlang, um zur San Augustin Kirche zu gelangen. Sie ist die älteste Kirche der Stadt und meiner Meinung nach auch die Schönste. Lasst euch vom Äußeren nicht täuschen, innen ist die Kirche prächtig mit wundervollen Schnitzereien. Der Kirche ist ein kleines Museum angegliedert, das man aber nicht unbedingt gesehen haben muss.

Mein nächster Halt war das Fort Santiago. Das Fort ist eine alte Festung mit bis zu 22 Meter hohen und 8 Meter dicken Mauern. Im Laufe der vielen Kriege war Fort Santiago ein stets schwer umkämpfter taktischer Spot. Heute ist das ganze Fort ein gut restauriertes Museum mit vielen schönen Häusern, welche den Originalbauten nachempfunden wurden.

Fort Santiago in Intramuros, Manila, Philippinen

Da der angekündigte Sturm wohl doch nicht über Manila kommt, geh ich weiter zum Rizal Park wo sich natürlich alles um Gr. Jose Rizal, den größten Volkshelden der Philippinen, dreht. Dieser studierte unter anderem in Bonn und war für seine guten Deutschkenntnisse bekannt.

Da ich mir bei meinen Besichtigungen viel Zeit ließ, war der Tag für mich zu Ende und ich ging nach einem Abstecher zur Manila Bay und dem Sonnenuntergang dort zurück zu meinem Hotel.

Wer mehr Zeit hat oder mit Kindern unterwegs ist, kann auch eine Bootstour auf dem Pasig River machen. Dies wäre vor 5 Jahren aufgrund der Umweltverschmutzung komplett undenkbar gewesen. Die Stadt setzt aber viel daran diese Probleme zu lösen und dieses neue Angebot ist ein Beweis dafür, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Rizal Park in Manila

Auch der Ocean-Park ist besonders für Kinder interessant. Eine weitere Alternative ist Star-City, ein bunter Freizeitpark der jeden Abend gegen 5 Uhr seine Pforten öffnet. Man kann Star-City nicht mit einem europäischen Freizeitpark vergleichen, für Kids und ein paar Stunden Spaß taugt er aber allemal.

Ein Tipp möge mir noch erlaubt sein. Seid vorsichtig und nehmt nach Einbruch der Dunkelheit ein Taxi. Auch wenn es ein bisschen mehr kostet, „better safe than sorry“. Der Übergang von „komplett sicher“ zu „Slums“ ist in Manila oft nur ein Straßenzug.

Über den Autor

Rhoody Brust

Rhoody Brust

Rhoody kommt aus der fränkischen Bierstadt Bamberg. Als gelernter Sound Engineer tourte er schon im Alter von 20 Jahren mit mehr oder weniger namhaften Acts quer durch Europa, Südamerika und Japan. Fremde Orte, Länder und Kulturen faszinierten ihn so sehr, dass er mit 32 seinen Job an den Nagel hängte, um in Südostasien eine Karriere als Tauchlehrer und Resort Manager zu starten. Seit nunmehr 13 Jahren lebt und arbeitet Rhoody in dieser Region. Einige seiner Erlebnisse teilt er auf seinem englischsprachigen, nicht immer 100% politisch korrekten Blog. Einige seiner journalistischen Arbeiten sind in deutschen Tauchmagazinen zu finden. Wenn dann noch etwas Zeit bleibt, versucht er sich als Hobby Webmaster, um seinen Lesern die wunderbare Unterwasserwelt der Philippinen näher zu bringen.

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