Bravofly.de Reiseblog

DER BRAVOFLY.DE REISE BLOG
Home > Welt > Asien > China > Zufällig in China

China

Zufällig in China

Zufällig in China
November 11
12:24 2016

Manchmal braucht man einfach etwas Glück, um etwas unerwartet Tolles und Interessantes zu erleben. Im Rahmen einer Touristen Expo in Manila war ich ein paar Tage am Stand meiner Stadt Dumaguete als Repräsentant für verschiedene europäisch geführte Tauchresorts tätig. Für alle Leser, die noch keinen Bericht von mir gelesen haben: ich lebe seit 15 Jahren in Südostasien, die meiste Zeit davon in Dumaguete, einer Studentenstadt im Zentrum des Archipels mit traumhaften Tauchplätzen.

Nun gut, die Expo war in einer Mall in Quezon City und dauerte 5 Tage. In dieser Zeit knüpft man natürlich einige Kontakte und lernt mehr oder weniger interessante Menschen kennen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich wurde eingeladen mit einer Delegation im Anschluss an die Expo nach Shanghai zu fliegen und dort auf einer Tourismusmesse drei Tage aktiv für die Philippinen als Urlaubsziel zu werben. Da ich keine wichtigen anderen Pläne hatte, meinen Reisepass in der Tasche und genügend Klamotten im Koffer waren, sagte ich kurzentschlossen zu.

Shanghai in China

Visum für China

Interessant, dass wenn die richtigen Stellen involviert sind, Dinge richtig schnell gehen können. Was normalerweise ein bis zwei Wochen dauert, nämlich ein Visum (L-Visum) für China zu bekommen, dauerte in diesem Fall weniger als 12 Stunden. Als Tourist bekommt man ein L-Visum, da ich aber irgendwie in offizieller Funktion unterwegs war, erhielt ich ein Businessvisum (M-Visum).

Anreise nach Shanghai

Unsere Gruppe bestand aus 12 Personen und sowohl der Flug als auch das Hotel wurden gesponsert. Irgendwie kam ich mir als einziger Europäer etwas komisch vor, aber was solls, so eine solche Gelegenheit lässt man nicht aus. Der Flug von Manila zum Shanghai-Pudong Airport dauerte nur etwa 3 Stunden. Dieser liegt etwa 40 Kilometer außerhalb der Stadt. Von Flughafen ging es mit einer Magnetschwebebahn direkt zum neuen Messezentrum, wo nicht nur die Expo, sondern auch unser Hotel war. Nun haltet euch fest liebe Leser, die Magnetschwebebahn düst fast geräuschlos mit über 400 Stundenkilometern in weniger als 10 Minuten vom Flughafenbahnhof die 40 Kilometer bis zum Messegelände. Nach dem Einchecken und einer kurzen Inspektion war der späte Nachmittag und der Abend zur freien Verfügung.

Drachenskulptur in Shanghai in China

The Bund und Pudong

Ich machte mich alleine auf den Weg, da meine asiatischen Freunde aus meiner Gruppe nach günstigem Essen in der Nähe des Hotels suchten und wahrscheinlich ohnehin mit einem Plastikbecher Nudelsuppe zum Aufkochen nach ein paar Minuten wieder ins Hotel kommen würden.

Mein Weg ging zur Uferpromenade, welche unter dem Namen „The Bund“ bekannt ist. Die Promenade ist über 2,5 Kilometer lang am westlichen Ufer des Huangpu. An der vom Fluss abgewandten Seite stehen viele interessante alte Kolonialbauten aus der Zeit um 1900 als die Briten ein Handelszentrum hier hatten. Heute sind diese meist von Banken genutzt. Die Promenade selbst ist Treffpunkt für alle Klassen der Gesellschaft. Hier führen Straßenkünstler ihr Können vor, dort lassen Kinder bunte Drachen steigen und ein paar Meter weiter machen Geschäftsleute und Senioren zusammen ihre Tai-Chi Übungen. Das Ganze wird untermalt mit den exotischen Düften von zahllosen Garküchen.

Skyline von Shanghai in China bei Nacht

Die komplette Schönheit von „The Bund“ entfaltet sich jedoch, wenn die Sonne untergeht. Der Ausblick auf die Skyline von Shanghai auf der anderen Seite des Flusses auf den Stadtteil Pudong mit dem Oriental Pearl Tower und dem Shanghai Tower, mit 632 Metern Höhe das zweithöchste Gebäude der Welt, ist für mich beeindruckender als die Skyline von Manhattan. Dazu die bunten Ausflugsboote auf dem Fluss und ein paar Snacks von den Garküchen, besser konnte mein Abend einfach nicht sein. Ich verbrachte über sechs Stunden an der Uferpromenade und möchte keine einzige Minute davon missen. Beendet wurde mein Abend kurz nach 22 Uhr, als die ganze Beleuchtung der Skyline abgeschaltet wurde – um Strom zu sparen, wie ich am nächsten Tag hörte.

Der Shanghai Trip und die Expo war aber nicht das Ende meines China Trips, aber davon im nächsten Bericht mehr.

 

Über den Autor

Rhoody Brust

Rhoody Brust

Rhoody kommt aus der fränkischen Bierstadt Bamberg. Als gelernter Sound Engineer tourte er schon im Alter von 20 Jahren mit mehr oder weniger namhaften Acts quer durch Europa, Südamerika und Japan. Fremde Orte, Länder und Kulturen faszinierten ihn so sehr, dass er mit 32 seinen Job an den Nagel hängte, um in Südostasien eine Karriere als Tauchlehrer und Resort Manager zu starten. Seit nunmehr 13 Jahren lebt und arbeitet Rhoody in dieser Region. Einige seiner Erlebnisse teilt er auf seinem englischsprachigen, nicht immer 100% politisch korrekten Blog. Einige seiner journalistischen Arbeiten sind in deutschen Tauchmagazinen zu finden. Wenn dann noch etwas Zeit bleibt, versucht er sich als Hobby Webmaster, um seinen Lesern die wunderbare Unterwasserwelt der Philippinen näher zu bringen.

0 Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden!

Es gibt noch keine Kommentare, möchten Sie einen hinzufügen?

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Folge uns auf

Die Bravofly Infografiken
Reisetipps von Bravofly
Preisewert Reisen in Europa

Facebook

Twitter

Instagram

Bravofly Instagram

Kategorien